Kreismusikfest 2002 in Dornau
  

100 Jahre Blasmusik in Dornau - wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Aus diesem Anlass wurde unserem Musikverein vom Musikverband Untermain die Ausrichtung des Kreismusikfestes 2002 vom 18. bis 20 Mai 2002 übertragen. 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Besuchern unseres Festes und ganz besonders natürlich bei unseren Ehrengästen und allen Vereinen, die uns durch Ihre Teilnahme unterstützt haben. Ebenso bedanken wir uns auch bei allen Besuchern unseres Jubiläumskonzertes, das zum Ausklang des Jubiläumsjahres am 02. November stattgefunden hat.

Wir hoffen, Ihnen haben unser Fest und unser Jubiläumskonzert genauso gefallen wie uns. 

Besuchen Sie uns doch auch im nächsten Jahr, wenn wir wieder zu unserem bekannten "Gartenfest" einladen. Wir freuen uns schon auf Sie.

Ihr Musikverein Dornau

 
 
Grußwort des 1. Vorsitzenden zum Jubiläum "100 Jahre Blasmusik in Dornau"

Seit nunmehr 100 Jahren wird in dem kleinen Ort Dornau musiziert. Anlässlich dieses Jubiläums haben wir vom Musikverein verschiedene Veranstaltungen geplant und möchten hierzu alle Teilnehmer und Gäste recht herzlich willkommen heißen.

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt den Männern der ersten Stunde, die sich im Jahre 1902 zusammenfanden und eine Blaskapelle ins Leben riefen. Mit großem Idealismus und Einsatz spielten sie bei kirchlichen und weltlichen Anlässen in einer Zeit, in der noch nicht das Ich sondern vielmehr das Wir im Vordergrund stand. Dieses Wir-Gefühl ist in unserer heutigen schnelllebigen Zeit teilweise verloren gegangen. Aber zum Glück gibt es auch heute noch Idealisten, die sich in den einzelnen Vereinen engagieren, um diese musikalische Tradition zu pflegen.

Ein herzliches Dankeschön an alle ehemaligen Verantwortlichen, Musikern und Gönnern der Blaskapelle, die es uns erst mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer Verbundenheit zur Musik heute ermöglicht haben, dieses Jubiläum 100 Jahre Blasmusik zu feiern.

Für alle aktiven Musiker und besonders für unsere Jugendlichen soll dieses Jubiläum ein Ansporn sein, sich weiterhin im musikalischen und kulturellen Bereich zu engagieren.

Ich wünsche unserem Musikverein für die weitere Zukunft einen hoffnungsvollen Nachwuchs, so daß die Blasmusik in Dornau noch lange zu hören ist.

In diesem Sinne allen Musikkapellen und Festgästen ein Dankeschön für ihre Kommen und ein paar frohe und angenehme Stunden in Dornau wünscht

Markus Weber
1. Vorsitzender des Musikvereins Dornau

 
 
100 Jahre Blasmusik in Dornau: Kapelle über Ortsgrenzen hinaus aktiv
Verein hat mehrere Veranstaltungen im Programm – Ehrenabend am Samstag

Bericht aus dem Main-Echo vom 02. Mai 2002
 
Sulzbach-Dornau. Seit 100 Jahren wird in Dornau organisiert Blasmusik gemacht – für den Musikverein Dornau Anlass genug, dieser Tatsache mit Feiern und Veranstaltungen gebührend Rechnung zu tragen. Die Höhepunkte sind ein Ehrenabend am Samstag, 4.Mai, im Bürgerhaus, die Ausrichtung des Kreismusikfestes vom 18. bis 20. Mai in Dornau sowie ein Jubiläumskonzert am 2. November im Bürgerhaus. 

Schriftliche Aufzeichnungen oder Fotomaterial über eine Bläsergruppe aus der Anfängerzeit existieren nicht, jedoch gibt es eine behördlich beglaubigte Bestätigung durch Heinrich Kullmann, nach der »aus eigenem Wissen in Dornau bereits seit dem Jahre 1902 eine Blasmusik-Gruppe besteht, die zu kirchlichen Anlässen sowie zu sonstigen Feierlichkeiten Musik gemacht hat«. Dieser mündlichen Überlieferung ist zu entnehmen, dass in der damaligen 130-Seelen-Gemeinde bereits um die Jahrhundertwende eine Blasmusikkapelle existierte, die vornehmlich zur Kirchweihzeit über ganze Wochenenden auch in benachbarten Ortschaften für den musikalisch guten Ton sorgte. 

Nach dem Ersten Weltkrieg fanden sich die Musiker wieder zusammen, verstärkt durch Alois Hohm, Dirigent in Mechenhard, der nach Dornau heiratete. Seit Beginn der 20er Jahre wurde wieder regelmäßig musiziert, Dornauer Musiker wirkten auch in den Kapellen von Ebersbach und Roßbach mit. Zwischen dem Turnverein Dornau und dem damaligen Kapellmeister Adalbert Hein wurde 1922 ein »Vertrag über die musikalischen Dienste« der Blaskapelle geschlossen. Der Zweite Weltkrieg forderte auch in den Reihen der Musiker seine Opfer, so dass »Freude, Frohsinn und Wohlklang der Dornauer Blasmusik« zwischen 1939 und 1948 unterbrochen waren. 

Nach Kriegsende profitierten die Dornauer Bläser besonders von den ehemaligen Militärmusikern Alois Hohm und Robert Seitz, die wegen ihrer musikalischen Fähigkeiten weit über den damaligen Landkreis Obernburg hinaus bekannt waren. 

Den Wanderern angegliedert 

Unter Heinrich Kullmann, dem Vorsitzenden des Wandervereins, wurde 1949 die Musikkapelle dem Wanderverein »Falke« angegliedert, was die Möglichkeit bot, dringend benötigte Instrumente zu kaufen. 1957 schloss sich die Musikkapelle dem Musikverband Untermain und dem Nordbayerischen Musikverband an, 1964 beteiligte man sich zum ersten Mal am Kreismusikfest. Im Jahr darauf stand im Gasthaus Hohm das erste Musikwerbekonzert an. Nach der Gebietsreform und dem politischen Anschluss Dornaus an Sulzbach wurde 1973 der Sitzungssaal des Rathauses der neue Proberaum. 1979beteiligte sich die Kapelle im Rahmen des ersten Verbandsmusikfestes in Wenschdorf am Marschmusikwettbewerb. 

1982 feierten die Dornauer Musiker ihr Fest »80 Jahre Blasmusik, zugleich 25 Jahre Musikkapelle«. Neben Heinrich Kullmann tauchen in der Dornauer Musikgeschichte immer wieder die Namen von zehn Blasmusikern auf: Alois Hohm, Adam Fick, Anton Hirsch, Ludwig Hirsch, Gregor Hirsch, Georg Seitz, Emil Seitz, Albrecht Seitz, Peter und Richard Seitz – dies brachte der Kapelle die Bezeichnung »Hirsch-Seitz-Band« ein. Im Rahmen dieser Feier wurde Heinrich Kullmann mit der goldenen Ehrennadel der Bundesvereinigung Deutscher Blasmusikverbände ausgezeichnet. 1983 fand die Premiere des Gartenfestes der Musiker am alten Rathaus statt. Aus dem Musikverein Kleinwallstadt und der Musikkapelle Dornau formierte sich eine gemeinsame Jugendkapelle, die ihren musikalischen Einstand beim Gartenfest 1984 gab. 

Ein herausragendes Ereignis bildete die Gründung des Musikvereins Dornau im Jahr 1987, was für die Musiker wieder Eigenständigkeit seit dem Zusammenschluss mit dem Wanderverein (1949) bedeutete. Ein großzügiges Domizil fand der Musikverein 1997 im neuen Bürgerhaus. Der Ehrenvorsitzende Edgar Völker erhielt 1999 mit dem Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt eine hohe Auszeichnung. Im Rahmen eines Festaktes wurde dem Musikverein Dornau im März 2002 die Pro-Musica-Plakette verliehen. Sie wurde am 7. März 1968 vom damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke gestiftet als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern, die mindestens 100 Jahre bestehen und sich besondere Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens erworben haben.

-helge- 

 
 
Kreismusikfest: In Dornau war Blasmusik Trumpf
Sternmarsch, Festzug und viele Gastkapellen

Bericht aus dem Main-Echo vom 21. Mai 2002
 
Sulzbach-Dornau. Der Sulzbacher Ortsteil Dornau stand am Pfingstwochenende ganz im Zeichen der Blasmusik. Anlässlich seines Jubiläums »100 Jahre Blasmusik in Dornau« richtete der Musikverein das Kreismusikfest 2002 des Musikverbandes Untermain aus. An allen drei Tagen spielten Gastkapellen auf.

Am Samstagabend marschierten neun Kapellen aus dem Umkreis in einem Sternmarsch zum Festzelt am Bürgerhaus: die Musikvereine »Edelweiß« Sulzbach, Hessenthal und Trennfurt, »Lyra« Ebersbach, »Harmonie« Hausen, »Dammbachklänge« Wintersbach und Krausenbach, »Spessartklang« Hobbach sowie die Sodenthaler Musikanten. Just zu Beginn des Marsches fing es zu regnen an. Die meisten Kapellen erreichten jedoch noch einigermaßen trocken ihr Ziel.

Besseres Wetter herrschte beim Festzug, der nach Festgottesdienst und Frühschoppen am Sonntagnachmittag an vielen Zuschauern vorbei durch das geschmückte Dorf zog. Daran beteiligt waren außer den Sulzbacher und Dornauer Ortsvereinen weitere Gastkapellen wie der Musikverein Roßbach, »Harmonie« Mönchberg, Kolpingkapelle Leidersbach und der Fanfarenzug aus Eschau. Den weitesten Weg zum Kreismusikfest hatte der Musikverein aus dem baden-württembergischen Dörlesberg hinter sich. Ehrengäste wurden in Pferdekutschen gefahren.

Mit gehobener Blasmusik begeisterten am Abend Jan Slabák und seine Blaskapelle »Moravanka« aus Tschechien die Besucher. Die Perfektion des international bekannten Orchesters geht auf die gute Ausbildung der Akteure zurück, die alle ein Musikstudium abgeschlossen haben. 

Am Montag unterhielten die Musikvereine Volkersbrunn und Großwallstadt die Gäste im Zelt, auch die »Oldtimer« und das Blasorchester des Musikvereins Kleinwallstadt gaben Kostproben ihres Könnens. Das dreitägige Fest fand seinen Abschluss bei einem bayrischen Gaudiabend mit der Kapelle »Melomania« Obernau.

Im 360 Einwohner zählenden Dornau wird seit 100 Jahren Blasmusik gespielt, seit 1957 ist die Musikkapelle Mitglied im Musikverband Untermain. 1987 wurde ein Verein gegründet. Das Blasorchester besteht aus 28 Musikern, sieben Jugendliche sind in Ausbildung. Die Jungmusiker spielen in der Jugendkapelle Kleinwallstadt/Dornau mit. 

KuB 

 
 
Frisch aufgespielt zur Freude des Publikums
100 Jahre Blasmusik in Dornau: Jubiläumskonzert

Bericht aus dem Main-Echo vom 04. November 2002
Sulzbach. Seit mehr als 100 Jahren wird in Dornau organisiert Blasmusik gemacht. Der »Musikverein Dornau e.V.« hatte zum Abschluss des Jubiläumsjahrs zu einem Konzert ins voll besetzte Bürgerhaus eingeladen, wo die Jugendkapelle Kleinwallstadt-Dornau und der Musikverein Dornau zwei Stunden lang Kostproben ihrer musiklaischen Vielseitigkeit gaben.

Der Abend, den Thomas Köhler (2. Vorsitzender des Musikvereins Kleinwallstadt) sachkundig und humorvoll moderierte, war eine gelungene Mischung aus Musikdarbietungen, Präsentation der Kapellen sowie Rückblick auf das Jubiläumsjahr.

Für den schwungvollen Auftakt sorgten 30 junge Leute der Jugendkapelle unter Leitung von Rudi Hein mit dem Marsch-Medley »Star Wars/Raiders March« von John Williams. Für einige Jungmusiker war es der erste öffentliche Auftritt mit der Kapelle. Beim Intermezzo »Young Live« von Manfred Schneider stellte sich die Jugendkapelle selbst dar. Lebensfreude und karibische Ausgelassenheit waren zu spüren beim »Soldiers Song« von Frede Gines. Dann war John Denvers »Leaving on a Jet Plane« zu hören, auch auch beim beschwingten Stück »Junge Musikanten« von Robert Bernt wussten das Ensemble sowie die Solisten Timo Rittger am Flügelhorn und Manuel Bergold (Trompete) zu überzeugen. Mit dem Marsch »Das war's für heute« von Robert Bernt war's das aber noch lange nicht, denn anhaltender Beifall forderte eine Zugabe. Beim Dixiemarsch »Black Macky« übernahm zum Vergnügen des Publikums Andrea Arnold den Taktstock, und Dirigent Rudi Hein reihte sich ins Ensemble ein.

Den zweiten Teil des Abends eröffnete die 25 Musiker starke Blaskapelle unter Leitung von Michael Scharf mit dem »Prager Musikanten-Marsch« von Walter Scholz. Bei der »Zimmermanns-Polka« von Antonin Zvacek glänzten als Solisten (Tenorhorn und Bariton) Alexander Hein, Werner Dölger und Johannes Hein.

Die Serenade ist als feierliche Abendmusik in ganz Europa verbreitet und hat im »Großen Zapfenstreich« Tradition in der deutschen Militärmusik. Die Komposition von Hans Hartwig gliedert sich in Marsch, feierlich-religiösen Teil - von Trompeten und Kesselpauke gestaltet - sowie das Finale. Auch diese musikalischen Anforderungen meisterten die Musiker bravourös. Beim Konzertstück »The Lion King« von Georg Ried, arrangiert von Ron Sebregts, wurde die Klangpalette durch den Einsatz eines Glockenspiels und des Saxophonsatzes (mit Markus Weber, Andrea Arnold und Kilian Reus) noch erweitert. Die Arbeit des Dirigenten Michael Scharf würdigte der Moderator augenzwinkernd mit einem Zitat von Herbert von Karajan: »Orchester haben keinen eigenen Klang, den macht erst der Dirigent!«

Klassische Melodien sind in einem modernen Arrangement zur »Classic Session for Band« von Karl Safaric verarbeitet. Als Solist an den Kongas war Stefan Bachmann zu hören. Ein Satz von Wilhelm Busch signalisierte das nahe Ende des Konzerts: »Musik ist angenehm zu hören, doch ewig braucht sie nicht zu währen!« Ein ganz besonderes Stück, das bereits 1711 von Simon Felder geschrieben worden ist (»Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr«) erklang zum Finale des Jubiläumskonzerts.

Kräftiger Applaus sorgte für eine Zugabe, und was wäre besser geeignet für den Heimweg als der schmissige Marsch »Alte Kameraden« von Carl Teike!

In seinem Dank an alle Mitwirkenden zum guten Gelingen des gesamten Jubiläumsjahres hob der Vorsitzende des Musikvereins Dornau, Markus Weber, hervor, dass die Musiker allein die Veranstaltungen niemals hätten schultern können, »es ging nur durch das Zusammenwirken aller Dornauer!«

helge-

 
 
100 Jahre Dornauer Blasmusik - Unser Jubiläumsfest im dankbaren Rückblick!

"Die Töne unseres an Blasmusik so reichen Pfingstwochenendes mit Jubiläums- und Kreismusikfest sind zwar längst verklungen, aber für unseren Verein steht noch lange ein sehr positiver, dankbarer Nachhall im Raum!"

Allen finsteren Wettervorhersagen zum Trotze hatte wir für unsere Großveranstaltung das sprichwörtliche "Kaiserwetter" mit dem entsprechenden Besucherinteresse. Die dreitägige Veranstaltung konnte reibungslos und ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne gebracht werden, was keineswegs einer Einzelperson zu verdanken ist, sondern vielmehr als Ergebnis guten Zusammenwirkens vieler "helfender Hände" vor und hinter den Kulissen betrachtet werden muss.

Ein herzliches Dankeschön
geht deshalb an alle direkt oder indirekt an Organisation und Durchführung unseres Jubiläumsfestes beteiligten Personen, speziell an unsere zahlreichen Gäste und Besucher, die dem Fest erst den gebührenden Rahmen gaben. 
Erfreulich, dass wir von vielen Vereinen des Marktes Sulzbach sowohl beim Festzug als auch im Rahmen des Festbetriebs besucht wurden.
Einen herzlichen Dank richten wir an die Marktgemeinde Sulzbach und die Gemeindewerke sowie an den Vereinsring für die "Fördermittel im Briefumschlag".
Auch an die Raiffeisenbank Miltenberg und die Sparkasse Miltenberg-Obernburg geht ein Dankeschön für ihre finanzielle Unterstützung. Nicht zu vergessen unsere Freiwillige Feuerwehr, die für die Verkehrsregelung während der Festzüge sowie für die Sicherheit im Rahmen der Nachtwachen sorgte.
Unser Dank gilt auch den angrenzenden Nachbarn für ihr Verständnis und ihre Toleranz bei evtl. nächtlichen Ruhestörungen. Nicht zuletzt ein ganz besonderes Dankeschön an Herrn Pfarrer Norbert Geiger für den jubiläumsgerechten Festgottesdienst.

Um niemanden zu vergessen - nochmals ein herzliches Dankeschön allen, die zum rundum guten Gelingen unserer Jubiläumsveranstaltung beigetragen haben - auf welche Weise auch immer!

Musikverein Dornau e.V.
- Vorstand -