Stil und Dynamik verbessern
Musikverein Dornau Ziele für das neue Jahr festgesteckt - Goldene und silberne Ehrennadeln für langjährige Mitglieder

Sulzbach-Dornau. Mit festen Grundsätzen, klarem Konzept und hohem Einsatz möchte der Musikverein Dornau den Aufwärtstrend seiner Arbeit fortsetzen. Als Ziele für das neue Jahr nannte der neue und bisherige Vorsitzende Uwe Ott in der Hauptversammlung am Sonntagabend im Bürgerhaus unter anderem eine verstärkte Förderung der Jugend sowie eine Verbesserung und Festigung des Stils und der Dynamik.


Die gesamte Führungsmannschaft wurde in ihren Ämtern bestätigt. Einzige Ausnahme: zwei Beisitzerposten. Der Vorstand besteht aus Uwe Ott (Vorsitzender), Andreas Hirsch (Stellvertreter), Jochen Zorn ( Schriftführer), Kurt Kullmann (Kassierer), Andrea Arnold und Marina Reus (Jugendvertreter). Die Beisitzerposten wurden besetzt mit: Michael Scharf, Volker Janson, Markus Weber und Christof Reichert. Passive Mitglieder sind: Anja Tevlin und Simone Göbel.

Böhmischer Stil favorisiert. Der Terminkalender der Musikkapelle in 2008 war angefüllt von Auftritten innerorts und auswärts. Der Verein bemühe sich mit einem Mix von Auftritten den Bedürfnisen der Ortsgemeinschaft, aber auch der Kirche und dem konzertanten Bereich gerecht zu werden, so Ott. Man habe die musikalische Ausrichtung immer im Blick: Sie beinhalte traditionelle und moderne Blasmusik, favorisiere aber eine Anlehung an den böhmischen Stil.

Seit zwei Jahren gibt es eine fusionierte Jugenkapelle Kleinwallstadt/Dornau unter der Leitung von Michael Scharf. Sie agierte erfolgreich bei mehreren öffentlichen Auftritten. Sie holte den Jugendkulturpreis des Landkreises und gewann zweimal in Folge den Jugendwettstreit in Steinfeld bei Lohr mit 96 von 100 möglichen Punkten.

Gegenwärtig werden 16 Musikschüler ausgebildet, was laut Uwe Ott die prozentuale Spitze im Landkreis sei. Die D1-Prüfung bestanden Tessa Hess, Sabrina Weber, Jonny Tevlin und Christine Bauer. Mit Erfolg legten Andrea Arnold und Marina Reus die C1-Prüfung ab. Der Verein revanchierte sich mit neuen T-Shirts bei der Jugend.

Uwe Ott nannte das 25. Gartenfest im Mai das Highlight des Jahres. Mit dem Spitzenorchester Anton Gälle und seinen Scherzachtalern habe man einen Glücksgriff getan, zumal das obligatorische Gartenfest als sichere Einnahmequelle des Vereins die Finanzen in Ordnung hält.

Bescheidener Überschuss Die Kassenprüfung bescheinigte Kassierer Kurt Kullmann somit auch eine korrekte Buchführung. Dieser weist einen bescheidenen Überschuss aus. Der Verein müsse streng haushalten, stecke aber in keiner Finanzkrise, so Kullmann. Im Bericht des Schriftführers Jochen Zorn waren im abgelaufenen Jahr 36 Musikproben und 21 öffentliche Auftritte, davon zwölf kirchliche Mitgestaltungen, dokumentiert.

Dirigent Michael Scharf zeigte sich von Mitarbeit und Engagement der Dornauer Musiker beeindruckt. Der Auftritt in Hobbach habe ihn besonders gefreut. Mit neun Jugendlichen stellten die Dornauer ein Drittel der fusionierten Jugendblaskapelle mit Kleinwallstadt, das wieder für den Einsatz der kleinen Gemeinde spreche.

Franz Pilzweger, Präsident des Musikverbandes Untermain, verlieh zusammen mit dem Vorsitzendem Uwe Ott zahlreiche Ehrennadeln an verdiente Aktive. Edgar Völker, seit 50 Jahren Mitglied, Mitbegründer des eingetragenen Vereins, 20 Jahre Vorsitzender und prägende Persönlichkeit des Dornauer Musikvereins, bekam die goldene Ehrennadel des BDV.

Pilzweger überreichte die Dirigentennadel in Silber des BDMV an Michael Scharf für 15-jährige Dirigententätigkeit. Zehn Jahre sind Hubert Fick, Simone Hein, Meike Arnold, Marina Reus und Peter Valenta aktive Musiker. Sie erhielten die Ehrennadel in Bronce. Schließlich gab es noch die Ehrennadel in Gold für 30 Jahre aktives Musizieren für Markus Weber, Andreas Hirsch, Christoph Reichert und Uwe Ott.

Vorstand und Kapelle hätten sich tapfer in der Entwicklung des Musiklebens geschlagen, so Pilzweger. Das Verhältnis zwischen Gemeinde und Verein stimme. Besonders in der Jugendarbeit sei Dornau spitze und das Verhältnis derMusikerfamilie zur Gesamteinwohnerschaft einmalig. Bürgermeister Peter Maurer lobte die Musiker. Bei 47 Vereinen in der Marktgemeinde stellten die musischen Vereine das Rückgrat des kulturellen Lebens dar.